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Maggie on Tour | 20. August 2019

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Blow your Horn und Kultur pur

Blow your Horn und Kultur pur
Twissel

Wir genießen den letzten Sonnenuntergang am Strand des arabischen Meeres und wollen eigentlich gar nicht weg von diesem paradiesischem Plätzchen Erde. Schweren Herzens verabschieden wir uns letztendlich von unserem Camp und den anderen Reisenden am Talpona Beach. Von Gerti und Hartmut wird es wohl ein Abschied für länger sein, denn die beiden verschiffen in wenigen Wochen nach Australien. Die beiden Ulknudeln von asienreisende ,Ursel und Janus treffen wir mit viel Glück auf unserem Weg durch Pakistan noch einmal wieder. Gemeinsam mit dem Team Cosmo, Chrissi und Ronald, brechen wir auf und wollen noch einige Sehenswürdigkeiten, Denkmäler und kulturelle Höhepunkte besuchen. Die ersten Kilometer auf indischen Straßen, nach der langen Ruhepause, fallen uns erstaunlich leicht, wären da nicht diese vielen Speed breaker. Auf Deutsch: Bremsschwelle, Bodenwelle, Bremshügel oder was auch immer man diesen Dingern für einen Namen gibt, die sind einfach zum brechen. Wären alle von der Bauart gleich, vielleicht nach einer Din Norm, könnte man evt. noch den Sinn dahinter erkennen. Nein, hier kommen diese Dinger alle fünfzig Meter ohne Hinweisschild oder Sonstiges. Ist man über den vorherigen mit 15 Kmh gefahren, kann einem das beim nächsten bei dieser Geschwindigkeit schon die Achse abreißen. Besser sind da noch die drei oder vier hintereinander gereihten Bumper, das einem die Kaffeetasse aus dem Schrank fliegt. So, wo ich mich schon mal in Rage geschrieben habe seit ihr dran, Ihr indischen Huper. Ohne Eure Hupe seit Ihr verloren. Es gibt die notorischen Dauerhuper, die nervigen intervallhuper, die musischen Fanfaren gibt es auch, die aus dem Fenster spuckenden Huper, die drängelnden Huper, die nervigen Huper, die ich weiß nicht was ich sonst machen soll Huper, die ängstlichen Huper, die grundlosen Huper, die verrückten Huper, die Gutkha kauenden Huper, die überholenden Huper, die ich stehe im Stau Huper, die ich stehe hinter Dir Huper, die meine Hupe ist lauter Huper. Oh man, hupen gehört hier einfach zum Alltag und dient aber auch oft einem gewissen Zweck. Ach, einen habe ich noch vergessen, die ich reise um die Welt Huper… Ja, auch wir integrieren uns schnell. Wer noch mehr „Huper“ kennt, ab in die Kommentare damit!

Wir kommen in die historische Stätte Hampi, diese liegt im indischen Bundesstaat Karnataka und war von etwa 1343 bis 1565 die Hauptstadt des Königreiches Vijayanagar. Hampi gehört seit 1986 zum UNESCO- Weltkulturerbe. Wir lassen uns zunächst mit dem Tuk-Tuk zwischen den Ruinen umherfahren, um uns einen Überblick zu verschaffen. Anschließend wandern wir noch einige Kilometer über das riesige weitläufige Gelände und bewundern die alten Bauten und Festungsmauern, die einst die Stadt umgaben. Leider sind nur noch geringe Reste erhalten, dafür haben zahlreiche Tempel aus hartem Granit die Zeit überdauert. Unser Stellplatz ist dieses Mal nicht so prickelnd und so beschließen wir nach zwei Tagen weiterzuziehen. Wir besuchen die Hindu Tempelstätten Aihole und Badami. Ein weiterer Höhepunkt für uns stellte der Gol Gumbaz dar, das Mausoleum liegt in einem weiträumigen Park und behütet die Überreste von Sultan Mohammed Adil Shah. Wir besichtigen gleichzeitig mit einer Riesen Schar Schulkinder das Mausoleum und der Lautstärkepegel unter der Kuppel ist dementsprechend hoch. Alle schreien und albern aufgrund des schönen Echos herum, dann entdecken die Kinder uns und der Selfi Marathon beginnt. Wann hat man schon ein paar Europäer so dicht vor der Nase. Die Mädelsgruppen schnappen sich die blonde Chrissi, während die Jungs es auf uns abgesehen haben. Alle sind in schicker und moderner Schuluniform gekleidet. Diesmal konnten wir auch noch schnell ein paar Bilder von den Kids knipsen, ehe wir uns aus dem Staub machen, gefolgt von Selfi, selfi rufen. Das wird uns die nächsten Tage noch begleiten, auch bei den Höhlen von Ellora und der Geisterstadt von Mandu. Die Anlage von Ellora hat uns wirklich begeistert, alle Höhlen wurden komplett aus dem überaus harten Felsgestein herausgehauen. Die Bauzeit der sagenhaften Tempelanlage im Fels betrug mehr als zweihundert Jahre. Das Faszinierende hierbei ist die Tatsache das Buddhisten, Hinduisten und Jainisten friedlich und in Einklang nebeneinander ihre Höhlen erschaffen haben. Der Jainismus entstand in etwa zur gleichen Zeit wie der Buddhismus und teilt mit diesem Glauben auch den Kreislauf der Wiedergeburten. Das Leben im indischen Raum ist durch das Miteinander zahlreicher Glaubensrichtungen gekennzeichnet. Die religiöse Vielfalt ist in dem siebtgrößtem Land der Erde in jedem Winkel spürbar.

 

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