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Maggie on Tour | 13. Dezember 2018

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Chöwsgöl Nuur

Chöwsgöl Nuur
Twissel

Der See Chöwsgöl ist der zweitgrößte See des Landes. Er ist 136 km lang und etwa 30 km breit. Mit seinen 262 m ist er der tiefste See der Mongolei. Bei gutem Licht kann man 25 m in die tiefe schauen. Auf dem See verkehrt, wer hätte das gedacht, das Dampfschiff „Suchbaatar“ von 1911.

Nach ein paar Tagen in Morön die wir bei der Familie Baigal verbracht haben geht es für uns weiter. Als Nächstes fahren wir in Richtung Norden zu dem Chowsgöl Nuur. Dass wir nicht die Einzigen mit dieser Idee sind, sehen wir als wir bei herrlichem Sonnenschein am See ankommen. Ein Ger Camp oder Gästehaus reiht sich an das nächste, überall werden Jurten bezogen und Gepäck geschleppt. Die Kinder jauchzen vor Freude mit einem Schwimmring bewaffnet und springen in die kalten Fluten des Sees. Motorboote drehen ihre Kreise und auch einige Jetskis düsen vorbei. So hatten wir uns das nicht gedacht.
Das hier mehr als normal los sein würden hatten wir vermutet. Auch in der Mongolei sind zur Zeit Ferien und nach dem Nadaamfest treibt es alle in den Urlaub. Wir resignieren nicht, wissen aber sehr wohl das wir hier nicht so schnell oder gar nicht einen, unseren Anforderungen angemessenen Stellplatz für die Nacht finden. Also suchen wir nicht lange herum und mieten uns auf dem Gelände eines sehr weitläufigen Camps ein. Überall sind Zelte und Pavillons aufgebaut, hier und da räuchert noch das Feuer von der Zubereitung des Mittags. Es herrscht eine idyllische Atmosphäre, bei den Nachbarn wird die Gitarre angestimmt, bis es einen Familienstreit gibt. Einer hat wohl zu tief in den Wodka geschaut, kurz drauf werden die Schnapsvorräte von einer jungen Mongolin hinter dem Zelt ausgekippt. Was für eine Verschwendung, wir hätte Ihnen das doch gern abgenommen. Die Schnapsdrossel wird nach kurzer Diskussion in ein Zelt verfrachtet, dort herrscht wieder Ruhe also schauen wir mal zur anderen Seite des Lasters, was uns da geboten wird. Murmeltier mit heißen Steinen im Bauch! Scheint ja doch noch interessant zu werden hier auf dem Campground. Das Murmeltier wird am Kopf aufgehängt, die Haut um den Hals herum durchgeschnitten. Nun wird die Haut mit dem Fleisch vom Tier abgezogen, danach wieder umgestülpt. Anschließend wird es mit Zwiebeln, Salz und runden heißen Steinen gefüllt und verschlossen. Nun wird von außen mit einem Bunsenbrenner das Fell abgebrannt und mit der obersten Hautschicht abgeschabt. Puh also Respekt, wer den Text bis hier gelesen hat, wir haben uns das ganze auch noch angeschaut, aber auf Bilder verzichtet. Gut, das wir schon gegessen hatten.
Der Trubel treibt uns am folgenden Tag ein paar Kilometer zurück an einen Fluss. Nur das Plätschern des Wassers und das meckern der Ziegen und Schafe, ansonsten Ruhe.
So langsam machen wir uns auf den Weg in Richtung Hauptstadt.

 

Dieser kleine Racker wollte immer mit seinen Eishänden an meinem Bart ziehen und hat sich dabei kaputt gelacht.

Sie scheint öfter das Weite zu suchen. Damit man Sie wiederfindet hat die kleine Dame Glocken an den Schuhen. Wird wohl auch mal eine Globetrotterin! :-)

Diese koreanische Reisegruppe wollte zu gern mal in unseren Laster gucken, den Wunsch haben wir gerne erfüllt.

Chowsgöl Nuur

Volle Gästehäuser und Jurten am See.

Es ist wieder Ruhe eingekehrt.

Zufällige Begegnungen an unserem Stellplatz, Tomy mit seiner mongolischen Frau. Beide zu Besuch aus den USA (Washington DC).

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