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Maggie on Tour | 13. Dezember 2018

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Naadam Festival in Morön, Provinz Chöwsgöl-Aimag

Naadam Festival in Morön, Provinz Chöwsgöl-Aimag
Twissel

Unsere Rundreise geht weiter durch den Nordwesten der Mongolei. Die spürbare Magie des Landes hat uns gepackt, glasklare Seen und Flüsse und gewaltige Naturschönheiten wechseln sich ab. Erst recht diese unbeschreibliche Weite. Wenn man denkt hinter der nächsten Bergkette müsste jetzt mal was anderes kommen, der täuscht sich gewaltig. Und auch die zwei nächsten Berge erklimmen wir und sehen riesige Flächen unberührter Natur. Nur ab und zu eine Ziegen- oder Schafherde und eine Jurte am Horizont.
Nach einigen Tagen mit wenig Menschenkontakt nähern wir uns so langsam wieder einer größeren Stadt, dies ist auch dringend nötig, denn einige Vorräte müssen wieder aufgefüllt werden. Vor allem Obst und Gemüse, denn dies ist gar nicht so einfach zu bekommen. Rechtzeitig zum Naadam treffen wir in Morön ein.

Das große Nationalfest der Mongolen findet für gewöhnlich vom 10. bis zum 13. Juli statt. Jedes Jahr findet diese Sportveranstaltung im ganzen Land statt und wir dürfen in Morön daran teilhaben. Die Mongolen messen sich in den drei traditionellen mongolischen Sportarten, das sind Ringkampf, Bogenschießen und Pferderennen. Der ursprüngliche Name lautet: die drei männlichen Spiele! Aber anders als der Name dürfen inzwischen, bis auf die Disziplin Ringen, auch Frauen daran teilnehmen. Und wir haben die Frauen beim Bogenschießen gesehen, die Entfernung vom Ziel beträgt bei diesen 60 Meter. Die Treffgenauigkeit war enorm, ich hatte fast den Eindruck besser als bei den Männern.
Die ganze Stadt, groß und klein ist auf den Beinen und alle haben sich schick gemacht für dieses Event. Zum einen sehen wir viele in dem traditionellen mongolischen Mantel dem Deel, zum anderen sehen wir aber auch die Damenwelt in schicken Kleidern. Ringen und Bogenschießen wird in dem Stadion von Morön ausgetragen, das Pferderennen etwas außerhalb. Vor dem Stadion stehen unzählige Essenstände und kleine Verkaufsbuden und überall qualmen die Schornsteine der Öfen und es duftet aus den dahinterstehenden Jurten lecker nach Essen.
Einige Reiter treffen vom benachbarten Veranstaltungsgelände ein.

Länder und Ihre Sitten. Kopfschütteln was anderes fällt mir in diesem Augenblick nicht ein, Moment mal, doch natürlich weswegen sind wir denn sonst auf Reisen?
Die neuste Masche oder die Eigenart der Mongolen, das T Shirt hochziehen damit alle sehen können was für einen Bauch derjenige hat, soll wohl den Reichtum ausdrücken und das nervige lautstarke ausspucken. Während wir uns sehr nett mit jemandem unterhalten rotzt mir mein Gegenüber vor die Füße, okay ich brauche einen Moment, ehe ich reagieren kann. Nein, reagieren ist der falsche Ausdruck. Ich bin stumm, genau in diesem Moment tut er es schon wieder. Also war es kein Versehen, denke ich mir. Ich schaue zu Thorsten und an seinem Blick kann ich erkennen, er denkt wie ich.
Die einzigen die sich darüber wundern, scheinen wir zu sein. Andere Länder andere Sitten.

 

 

 

Damit die Jugend keine Dummheiten macht, gibt es hier eine sinnvolle Beschäftigung. Abhängen!

Der Sieger darf den Adlertanz ausführen, bei dem er mit ausgestreckten Armen hüpfend das Turnierbanner umkreist.

Der kleine Kerl ist sauer das er noch nicht schießen darf.

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