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Maggie on Tour | 13. Dezember 2018

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Weiter gehts in Russland, Wolga

Weiter gehts in Russland, Wolga
Twissel

Nach einem sehr lustigen Abschiedsabend in Moskau, mit den beiden lieben Menschen von bigbiduleasiantour.over-blog.com, verlassen wir am nächsten Morgen den Platz.

Wir haben kein bestimmtes Ziel an diesem Tag, nur raus aus der Stadt, nach 150 Kilometern platzieren wir Maggie hinter einer alten Kirche an einem Fluss. Jedoch sind wir an diesem schönen Fleckchen nicht lange alleine, jede menge kleiner Plagegeister summen um unsere Köpfe und sind im Landeanflug auf unser süßes Blut. Es wird Zeit das Anti Mückenspray herauszuholen und das Moskitonetz aufzuspannen. Tatsächlich verkriechen wir uns nach Sonnenuntergang auch recht schnell im Laster und verrammeln die Fenster und Türen, die Mücken werden wirklich aufdringlich. Die Überschrift für den nächsten Bericht sollte eigentlich „ Ein Laster voller Leichen“ heißen, denn so sah es nach dem Angriff der Monstermücken bei uns aus. Wie die alle den Weg ins Innere gefunden haben, keine Ahnung.

Der nächste Fahrtag bringt uns an den Fluss Oka, nein wir lernen natürlich nicht daraus und auch hier sind wieder viele Mücken. Der Platz ist an sich sehr schön, mit Blick auf das Wasser. Etwas später am Abend kommt ein großgewachster älterer Russe in kurzer Hose mit freiem Oberkörper vorbei. In der Hand zwei Walking-Stöcker. Während unseres Gesprächs fällt mir auf, dass der Mann nicht von einer einzigen Mücke gepiesackt wird. Ich könnte hier definitiv nicht mit freiem Oberkörper herumlaufen, das muss doch am Wodka liegen, vermute ich. Wir brauchen unbedingt mehr Wodka! Das kommt gleich auf die Einkaufsliste.

Wir sind unterwegs in den Weiten Russlands, die Häuser werden spärlicher und die Umgebung verändert sich zunehmend, wir durchfahren riesige Waldgebiete und Nationalparks und dann kommen wir endlich an die Wolga. Was für ein grandioser Anblick. Groß haben sie gesagt, ja aber so groß haben wir uns die Wolga dann auch nicht vorgestellt. Nach diesem erfolgreichen Fahrtag setzen wir mit der Fähre über den Fluss und suchen uns ein Plätzchen zum übernachten. Der nächste Morgen scheint zunächst keine Überraschung bereitzuhalten es ist alles recht entspannt, doch dann hätten wir fast unseren ersten Elch überfahren, äh fotografiert meine ich natürlich. Aber mehr als ein Elchpopo, so glaube ich, wird wohl nicht auf den Bildern zu sehen sein. Extrem fotoscheu, diese zu groß geratenen Hirsche.

Am nächsten Fahrtag mehren sich die Polizeikontrollen, fast bei jeder Straßenkreuzung werden wir von der russischen Verkehrspolizei (DPS/дпс) aus dem Verkehr herausgewunken. Das übliche Spiel beginnt, ich sage dem netten Beamten das ich kein russisch beherrsche und reiche meine internationalen Dokumente heraus, mit denen der nette Polizist zunächst nichts anfangen kann. Nach der Feststellung das wir Deutsche sind wird noch ein bisschen herumgeblättert und ein paar Salven russisch werden losgelassen, dann dürfen wir meist weiterfahren. Bis auf einen ganz speziellen Beamten, der mir eine Frage stellt, diese dreimal wiederholt und bei jedem Mal lauter wird und die Betonung verschärft. Hallo ich bin nicht schwerhörig, sondern verstehe einfach nur kein russisch. Da fällt es mir wieder ein, nett lächeln und winken. Das hilft dann auch in diesem Fall, kopfschüttelnd reicht er mir die Papiere herein und winkt uns weiter. Na, geht doch!

Oft haben wir Glück aber manchmal passiert es halt auch das wir einen nicht so schönen Übernachtungsplatz finden. In diesem Fall ist es ein Parkplatz direkt an der Wolga, im Hintergrund die Nicholas Cathedrale in Christopol. Abends kommen ein paar jugendliche mit Ihren gepimpten Ladas und hören laute und bass lastige Musik. Doch der Spuk ist schnell vorüber und die Nacht anschließend sehr ruhig. 

Kosmonauten Museum in Moskau 

 

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